Zwölfuhr-Gefühl (Claire Golle)

Hingespült von der kindlichsten, kirchlichsten Stunde:
Zwischen gestern und heute
Lag ich und wußte alle Schwestern
Hinaushorchend jetzt in die Ewigkeit.
Ich sah die kleine Mitternacht der Äußerlichen,
Sah die Gotik iher Füße,
Sah Ebbe und Flut der aus Meer gemachten Augen
Und das Barock ihres schlafenden Haars.
Sah, ach das arme ans Gesicht gefesseltes Lächeln
Und die zwanzig Verführungen der Kleider.

Und ich sah die Fortgeschleuderten
Von der Kurve gewaltigen Gefühls,
Hörte ihr Weinen, das hinter dem Körper wohnt
Und das entspringt dem unentdecktesten Herzen,
Wenn es über sich die irdischen Augen und Hände spürt
Des Liebenden und die Unzulänglichkeit
Jeder menschlichen Mitternacht. —
Denn immer hat Einer Tal und der Andere Gipfel
Und wenn es Morgen taut, sind wir verlassener denn je.

(Bron: Yvan und Claire goll, Ich liege mit deinen Träumen, Liebesgedichte/Wallstein)

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